Deutschland ohne Kohle

Aktuell generiert Deutschland den größten Teil seines Stroms noch aus Kohle. Der Ausbau der Windkraft liegt 2019 dazu noch hinter den Zahlen vom Vorjahr. Wie kann das sein und gibt es dazu keine Alternativen?

Wenn der politische Wille da wäre, gäbe es Alternativen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Das sagt nicht nur das Fraunhofer Institut in einer Studie, sondern auch der eigens von der Bundesregierung installierte Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU). Für ein Erreichen der Klimaziele für 2020, bei denen gegenüber dem Jahr 1990 40% weniger CO2 ausgestoßen werden sollen, müssten die ältesten Braunkohlewerke umgehend abgeschaltet werden und weitere Braunkohlewerke stark gedrosselt werden. Parallel dazu muss der Energieverbrauch im Land reduziert werden sowie Windkraftanlagen und Fotovoltaikanlagen weiter ausgebaut werden. Gibt es einen weiteren Ausbau der dezentralen Energieversorgung wird auch der Ausbau des Versorgungsnetzes auf eine dezentrale Struktur wirtschaftlich immer lukrativer. 

Sachverständigenrat für Umweltfragen und Fraunhofer Institut sind sich einige, dass bis 2050 eine Energieversorgung möglich ist, die überwiegend aus regenerativen Energien stammt.

In den vergangenen Jahren sind die Preise für Gas und Kohle gestiegen und der SRU geht davon aus, dass dieser Trend anhalten wird. Bei steigenden Rohstoffpreisen für die konventionelle Energieerzeugung wird die Stromversorgung aus regenerativen Energien schon mittelfristig immer günstiger. Positiver Nebeneffekt der Reduzierung von Rohstoffimporten ist eine zunehmende Unabhängigkeit von anderen Ländern und den Rohstoffbörsen. Vor dem Hintergrund der global aktuell instabilen politischen Lage, kann Deutschland damit seine Volkswirtschaftlich langfristig stabilisieren. Mit einer stabilen Volkswirtschaft lässt sich dann auch auf dem politischen Parkett freier handeln und entscheiden.

Und gibt es eine Lösung für kurzfristige Bedarfsschwankungen, wie sie immer auftreten? Hierfür schlägt der SRU Gaskraftwerke vor, die eine kurze Anlaufzeit haben und mit denen schnell reagiert werden kann. Mit Power-to-Gas (P2G) kann überschüssige Energie aus Fotovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen in Brenngas umgewandelt und gespeichert werden. Damit kann der Anteil an fossilen Brennstoffen ebenfalls verringert werden.

Auf internationaler Ebene schlägt der SRU vor Wasserkraftwerke in Norwegen umzurüsten um dort dann Pumpspeicherkraftwerke als Energiespeicher zu verwenden. Diese Kapazitäten wären ausreichend um überschüssige Energie aus der Eurozone zu speichern. Es gibt sogar die Idee, in der Sahara-Zone große Fotovoltaikanlagen zu errichten, die in Nordafrika nicht nur Meerwasser-Entsalzungsanlagen versorgen könnten, sondern ebenfalls einen Großteil von Europa mit Energie versorgen könnten. Auch hier würde überschüssige Energie in Skandinavien in Pumspeicherkraftwerken gespeichert. Die Kooperation mit Afrika müsste aber politisch gewollt sein, damit das Stromnetz eine stark ausgebaute Nord-Süd-Achse bekommt. Ist das wirklich wissenschaftliche Träumerei, die fern jeder politischen Realität ist? Und wenn ja, warum eigentlich? Die Perspektive, dass in Deutschland der jährliche Gesamtenergieverbrauch schon heute komplett mit regenerativen Energien abgedeckt werden kann, stimmt zumindest optimistisch. Wenn die Politik den nötigen Willen entwickelt, ist eine Energiewende schnell machbar.

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Herman Miller
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